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Warum fallen die Blätter mancher Bäume erst im Frühjahr vom Baum? Spätestens Ende Oktober sind die letzten sonnigen und relativ milden Herbsttage vorbei. Kalte nebelige Novembertage sind an der Tagesordnung. Die bunten Blätter der Laubverfärbung liegen nun braun und welk am Boden und erste Zeichen von Zersetzung sind zu erkennen. Die Laubbäume sind kahl. Alle? Nein, an manchen Bäumen hängt noch immer das welke Laub, wie beispielsweise an den Eichen und Hainbuchen. Woran liegt das? Viele Laubbäume bilden beim Blattabwurf ein Trenngewebe an der Stelle, an der das Blatt hing. Dieses Gewebe schützt den Baum im Winter vor Krankheiten und verhindert die Austrocknung des Zweigs. Manche Buchen (z. B. Rotbuche), die Hainbuche (Birkengewächs) und Eichen (Traubeneiche) tragen ihr braun verwelktes Laub noch immer an den Zweigen. Diese Arten bilden kein Trenngewebe. Sie behalten bis zu den Frühjahrsstürmen ihre Blätter aus der letzten Saison, um dadurch die Ansatzstellen vor Krankheiten und Austrocknung zu schützen. Es bilden sich an den Blattansätzen nur sogenannte Thyllen aus, welches verholzte eingewachsene Zellen sind. Wenn die Blätter dann im Frühjahr von den Ästen fallen, werden diese Blätter beim Verrotten zu Dünger und versorgen den Baum im Frühjahr mit Nährstoffen. Sehr schlau, oder? Zudem überwintern in den welken Blättern am Baum nützliche Insekten und stehen dem Baum in Frühjahr wieder zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil: Die trockenen Blätter schützen den Baum bei starkem Frost - sie sind das Winterkleid des Baumes.
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